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Brinnis

Was Brinnis lebenswert macht

Ein wichtiger Aspekt der örtlichen Lebensqualität ist die Kindertagesstätte Brinnis (“Brinniser Dorfspatzen”), die erst jüngst schön renoviert wurde.

Mehrere Vereine prägen das Brinniser Leben:

  • Brinniser Schakale (Schalmeikapelle)
  • Schützenverein Brinnis e.V.
  • Karnevalsclub Lindenhayn-Brinnis e.V.

Bekanntes Brinniser Ereignis ist der jährliche Umzug zum Gedenken an den "Brinniser Bierkrieg", wenn junge Leute zu Pfingsten auf mit Maigrün beschmückten Pferdegespannen durch die Umgebung ziehen.

Brinnis ist sehenswerter Anlaufpunkt für Radtouristen, die die regionalen Radwege nutzen [siehe auch Radtourismus: Zum Radtourismus: hier klicken.]. Landschaftlich besonders reizvoll ist das unmittelbar nördlich von Brinnis gelegene Waldgebiet “Spröde” sowie die kleineren, hübschen Wäldchen namens “Schusters Busch” und “Ziegelholz”.

Brinnis hat (Stand 1.1.2004) 241 Einwohner. Zum Ortsteil Brinnis gehören auch die Dörfer Luckowehna und Wannewitz.

Brinniser KircheBrinniser PfarrhausKirche und Pfarrhaus

Prägend: der Charakter eines StraßendorfesMarkante Torbogen im Ortsbild

Der Ort und seine Geschichte

Der Ortsname ist wahrscheinlich aus dem slawischen "brynis", was “feuchter Boden” bedeutet, entstanden. Brinnis ist ein typisches Straßendorf, erstmals 1349/50 urkundlich erwähnt. An der durch den Ort führenden Straße befinden sich die großen Tore, teils noch mit Korbbögen überwölbt, zu den dahinter liegenden Drei- und Vierseitenhöfen.

Die Kirche ist in Teilen romanischen Ursprungs. So sind die unteren Teile des Kirchenschiffes und des Turmes wohl um 1200 errichtet, weitere Bauteile sind der Gotik zuzuordnen. So zeigen die Inschriftsteine an der Ostwand des Chores u.a. die Jahreszahl 1418. Der Chor und die Sakristei sind mit einem Netzgewölbe überdeckt. 1830 wurde die Kirche renoviert. Bemerkenswert ist das spätgotische Triptychon hinter dem Altar und die Glocken, deren älteste vom Beginn des 14. Jh. stammt, die beiden anderen sind von 1664 und 1782. Das Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1786.

Tradition weist der Gasthof Schuster auf, der sich seit 1900 im Besitz der Familie befindet. 1904 wurde der Saal erbaut. Auch der Leuchter ist aus dieser Zeit. Leider wurde der Gasthof Ende 2003 geschlossen.

Der in neuester Zeit wieder gepflegten Tradition "Brinniser Pfingstbier" in Brinnis und den umliegenden Orten geht die Zeremonie der feierlichen Aufstellung einer Birke auf dem Dorfplatz voraus. Man gedenkt dabei des in der Kirchenchronik festgehaltenen Bierkrieges mit der Stadt Delitzsch aus dem Jahr 1629, in dem sich die Brinniser vom Zwang, Delitzscher Bier trinken zu müssen, befreien wollten. In dem eskalierenden Streit, fanden trotz der Unterstützung durch die Bauern der Nachbarorte 3 Brinniser den Tod, wofür später die Stadt Delitzsch nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung ein Bußgeld von 200 Talern Zahlen mußte.

Kontakt

Gemeinde Schönwölkau
Parkstraße 11
04509 Schönwölkau
OT Wölkau

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